Ultimate Ears SuperFi 3 – Gute Ohrstöpsel

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Jeder, der halbwegs ernsthaft unterwegs Musik hört kennt das Problem sicherlich: Die Wahl eines neuen, am besten DES neuen Kopfhörers bzw. In-Ear-Ohrstöpsels. Da werden enthusiastisch Amazon-Kundenrezensionen gelesen und interpretiert, Preise gewichtet etc. Sony, KOSS, Sennheiser und Bose sind die üblichen Marken-Verdächtigen. Musiker-Bekannte oder besonders fündige Kaufinteressenten entdecken vielleicht auch noch die Marke Shure für sich, die auch im professionellen In-Ear-Monitoring für Musiker vertreten ist.

Ein kleiner Artikel bzw. eine Bilderreihe auf faz.net erinnerte mich kürzlich daran, wie zufrieden ich mit meiner letzten Kopfhörer-Entscheidung bin. „Ultimate Ears SuperFi 3“ lautete sie. Ultimate Ears stellen auch In-Ear-Monitoring-Produkte für Musiker her. Know how, das sich für den Käufer „einfacherer“ Produkte scheinbar auszahlt, wie im Folgenden erläutert wird.

superfi3

SuperFi 3

Haltbarkeit?
Nach ca. 4, 5 Monaten Benutzung lässt sich sagen: Sie halten. Die Kabel lösen sich nicht auf. Dieses Problem scheint ansonsten vielen InEars gemein zu sein. Modelle von Sennheiser und Sony, die ich vorher im Einsatz hatte, sind allesamt den Kabelummantelungstod gestorben. Am Hörerende des Kabels ist dasselbe mit Draht verstärkt, der über die Ohren gebogen wird. Die Stöpsel werden also durch das Ohr selber gehalten, was sich z.B. beim Laufen sehr positiv auswirkt.

Klang
Das wichtigste Kriterium dürfte aber ja doch der Klang sein. Hier war ich zuerst enttäuscht. Wenig Bass und ausdrucksloser Sound. Der als fehlend empfundene „Druck“ entpuppte sich nach kurzer Analyse jedoch eher als differenziertere Wiedergabe. Dies erklärt sich wohl durch die in den Stöpseln verbaute Kammertechnologie, die keine Membran benötigt. So beeinflussen sich Frequenzen nicht gegenseitig, der Sound wird klarer. So erscheint es zumindest mir als Laien auch logisch 😉
Bei iPods z.B. lässt sich der von Natur aus geringe Bass einfach durch Einstellung des Equalizers auf „Mehr Bässe“ beheben. Das klingt brachial und nach plumpem „Ich brauch Wumms“, gleicht jedoch einfach die bauartbedingte Veranlagung der Stöpsel aus.
Einmal eingerichtet und mit der richtigen Größe Silikonausätze versehen, ist der Klang ein absoluter Hammer. Druckvoll, in den Höhen nicht dünn, differenziert. Durch die Stöpsel bin ich maßgeblich auf die vermeintlichte Soundqualität von Metallicas neuem „Death Magnetic“ aufmerksam geworden, wie (bei Interesse 😉 ) in einem älteren Artikelnachzulesen ist.

Zubehör
Beigelegt sind den Stöpseln natürlich Aufsätze verschiedener Größe, InEar-Standard. Dazu kommt noch eine kleine Metalldose für den Transport und ein kleines Reinigungswerkzeug, mit dem die Öffnungen der Ohrstöpsel gereinigt werden können.
Außerdem ist ein Zusatzwiderstand beigelegt, der jedes Rauschen beseitigt. Allerdings vermindert er auch sehr die Maximallautstärke, sodass hier je nach eingesetztem MP3-Player entschieden werden muss, welches Hörergebnis besser ist.

Aufsatzverlust!
Jedem InEar-Besitzer müsste ein Problem bekannt sein, gegen das auch die SuperFis nicht gefeit sind: Der Verlust eines Silikonaufsatzes. Beim locker-lässigen herausziehen aus der Hosentasche abgelöst, ist der Centartikel erst einmal für verminderten Musikgenuss verantwortlich. Die Hersteller nehmen gewohnheitsmäßig horrende Preise für Ersatz“nüppel“, sehr ärgerlich. So findet man bei Amazon Ultimate Ears-Ersatzsets für knapp unter 20€. Klar! Der Bekannten-Schwarzmarkt kann hier meist eher Abhilfe schaffen, etwas Gehörgangsgrößenvariaton voausgesetzt 😉

Unterm Strich kann ich die SuperFi 3 sehr empfehlen.
Das hier soll kein großangelegter Schleichwerbumgsbeitrag sein, sondern ein Hinweis für „ambitionierte“ Musikhörer, die Kaufinspiration suchen.
Nach oben sind hier preislich natürlich keine Grenzen gesetzt, doch die SuperFi 3-Ohrstöpsel bieten mit ungefähr 70-80€ ein tolles Preis/Leistungsverhältnis.

Links
SuperFi 3 Produktseite

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