my… Space?

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Soziale Online-Netzwerke gibt es ja nun wirklich wie Sand am Meer. Im Web 2.0-Wirrwar immer absolut sinnvoll unterwegs zu sein habe ich schon lange aufgegeben, es klappt eh nicht. So ist es meine Motivation, bei aller Ziellosigkeit doch einigermaßen effizient zu sein, oder es zumindest zu versuchen.
Daher hatte ich mich seinerzeit für mySpace als MEIN Social Network entschieden. Kriterium war einfach die Benutzerzahl, da viele Menschen in einem Netzwerk = Sinnvoll, die meisten Menschen = am sinnvollsten. Soweit die Überlegung, mutete auch eine Zeit lang als sinnvoll an.

It’s not a bug, it’s a feature
Doch, haha! Neue Features bedeuten leider nur noch in der Minderheit eine Verbesserung, insbesondere bei mySpace. Dass 95% aller Benutzerseiten pottenhäßlich sind: ok. Meine wars nicht, also nicht allzu wichtig 😉 Nach und nach ballten sich jedoch in den letzten Wochen Funktionen, die eine geradezu abstoßende Wirkung haben.
„Verwende deinen richtigen Namen“ ist ja noch legitim. Bei Facebook ist alles von vornherein darauf ausgelegt, und mySpace bietet neuerdings also die Option hierzu. Gut. Aber mit x gelben Hinweiskästchen und aufpoppenden Meldungen, die sich lesen wie „Willst du jetzt nicht auch deinen echten Namen verwenden, damit deine Millllllllionen noch nicht geaddeten Freunde dich ENDLICH finden können, hm?“ „Wirklich nicht?“ wird jedes vermeintliche „Feature“ ein Ärgernis.

Anderer „Klassiker“: MySpace ist davon überzeugt, dass man chronisch zu wenig Freunde hat, ist ja klar – Netzwerk und so, Leute sind alles, ob man auch nur den Vornamen kennt ist egal. Bereits angemerkte gelbe Kästchen in immer neuen Variationen weisen den geneigten Benutzer jedoch derart ekzessiv darauf hin, dass man regelrecht den „Add Everyone“-Button vermisst.

Vermutlich aus Angst vor der Facebook-Pinwand und Twitter erdachte sich das mySpace Team ein anderes Masterpiece: „Guck dir jetzt auch alte Statusmeldungen deiner Freunde an!“ Mhmm. Das klingt schon beim Lesen langweilig. Auch hier: Hinweise auf das Feature nerven genauso wie selbiges schon.

Das Faß zum digitalen Überlaufen brachte in meinem Fall schließlich die Über-Stalkingfunktion „Sieh dir an, wer auf deinem Profil war“. Ein „Service“, den schon die digitale Klowand be-inside aufwies, als sie noch die alleinige digitale Klowand meines Heimatkreises Pinneberg war. MySpace entwickelt sich also, wie man sieht… niiiiicht.

Das nur kurz als kleine Anmerkung und kostenloser Service für mySpace-Deutschlands Analyseabteilung 😉

Achja: Zunächst „migriere“ ich zu Facebook. Mal sehen, was besser/schlechter ist. Zumindest der erste Eindruck ist erwachsener. Die Debatte um neue AGBs ist jedoch natürlich genau im Auge zu behalten…

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Eine Antwort to “my… Space?”

  1. eviliven Says:

    aaaaaand it’s gone!

    ob dein Beitrag jetzt der ausschlaggebende Faktor war kann ich nicht beurteilen, habe schon lange mit dem Gedanken gespielt MySpace abzusägen, aber die Auflistung dieser unsäglich grauenhaften neuen „Features“ hat wie du sagtest, „das Faß zum digitalen Überlaufen gebracht“

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