Zentralabi Englisch – 7 Days later

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Eine Woche nach der Zentralabiturklausur (Nein: Nur weil es lang ist, werde ich es NICHT trennen! 😉 ) lohnt sich sicher ein kleiner Rückblick. Groß waren die Befürchtungen allemal. Wurden sie erfüllt, übertroffen?

Nein/Ja/Natürlich. Je nachdem, was man erwartet hatte. Ich sage es mal so: Jede Minute, die ich auf Sachwissen zu den angegebenen USA-Themen verwendet habe, hätte ich lieber in die Vorbereitung auf Geschichte investiert. Grammatik und Ausdruck zu trainieren ist in Englisch sicher immer lohnend, aber das ist ein anderes Thema. Der springende Punkt beim Zentralabitur ist, dass ich es einfach nicht fertig bringe, zu einem im Themenkorridor wortwörtlich erwähnten Stichpunkt NICHTS, aber auch garnichts als bestenfalls oberflächliches Wissen zu haben. Falscher Ehrgeiz! Nicht nötig, definitv nicht. Mit Wissen aus dem gegebenen Text, und minimalem Extrawissen waren die Aufgaben problemlos zu bestreiten. Insofern hat sich zum letzten Jahr nicht viel geändert. Heute hat es ein (nicht englisch-)Lehrer sehr treffend zusammengefasst:

„Habt ihr für diese Klausur wirklich zwei Jahre lang den Englisch-LK besuchen müssen?“

Einhellige Meinung: Nein, natürlich nicht.


Das soll jetzt nicht heißen, dass dies ohne das Zentralabitur in jedem Fall anders wäre. Aber sieht so die höchste Schulbildung aus, bzw. sollte dem so sein?

Meine persönlich größte Angst war, wie schon angemerkt, die „kreative Aufgabe“. Webseite gestalten, Zeremonieablauf überlegen, in Übungsklausuren alles dagewesen. Zum Glück auch hier: In der Originalaufgabe kein GAU. Beim Thema „USA“ mussten -ob es Statements, eine komplette Rede, oder nur Ideen, man ist sich uneins- zum Komitee einer „International Youth Conference on Immigration“ eingeschickt werden, der Abiturient vertritt eine Organisation aus Kalifornien. Nochmal zur Erinnerung: Das Thema waren die „USA“, die Vereinigten Staaten von Amerika. Eine Nation also, zu deren Immigrationsproblematiken ich das gesamte Heft hätte füllen können. Inwieweit diese Problematiken aber auf andere jugendliche Immigranten auf der ganzen Welt zutreffen? Ich möchte kein Mißverständnis entstehen lassen: Natürlich kann man die Nöte der Latinos in Kalifornien darstellen, auch auf einer internationalen Konferenz. Ein Gefühl der Unstimmigkeit bleibt jedoch. Was genau in dem Erwartungshorizont zu jener Aufgabe stand, ich kann auch mit der unendlichen Informationsbreite des Internets nur vermuten.

Ein abschließendes Urteil kann natürlich erst stattfinden, wenn die Klausuren korrigiert und die Zensuren bekannt sind. Bis dahin bleibt der Eindruck, dass im Zentralabitur scheinbar unendlich viel Wissen gefordert, aber hiervon fast nichts abgefragt wird.

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