DRM ade!

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Ja, endlich! Apple bietet künftig im Music Store alle Titel ohne Kopierschutz an. Was früher iTunes Plus hieß, wird jetzt nach und nach auf das gesamte Musikangebot angewandt. So beinahe unverschämt Apple mittlerweile auch Geld für Softwareupdates für z.B. den iPod touch verlangt, so hat es mich persönlich doch sehr gefreut, endlich ein wirklich faires Angebot an Musik zum Download zu haben. Ein günstiger Preis von ca. 10€ pro Album für einen „digitalen“ Kauf ist ok; wer lieber etwas in der Hand hat kann ein paar Euro mehr ausgeben und die CD nach dem Digitalisieren ins Regal stellen. Und bei Bedarf wieder rausholen.

Mit Apple hat der wohl einflußreichste Anbieter von Musikdownloads somit die (großen) Musiklabels davon überzeugt, dass sich der Spuk nicht lohnt. Eine gute Sache, denn so wird der ehrliche Käufer nicht verschreckt und kann endlich einen weiteren Vorteil des Internets voll auskosten. Es geht auch anders, man kann in Sachen Kopierschutz auch Rückschritte machen, wie die bisher über jeden Zweifel erhabene Softwareschmiede Rockstar Games mit dem neuen Spieletitel GTA IV gezeigt hat. Onlineaktivierung, diverse „Dienste“, die das „Spielgeschehen begleiten“… einfach nervig, und Raubkopierer haben lediglich eine neue Herausforderung. Ich schweife ab, zurück zur Musik:

Bislang war mit einem DRM-geschützten, gekauften Titel das Gefühl vorhanden, den Song quasi nur „ausgeliehen“ zu haben. „Ihr Rechner ist für das Abspielen dieses Titels nicht freigeschaltet. Sie können noch 3 weitere Geräte freischalten.“ blinkt(e) einem entgegen. Und beim Anschluß des iPods noch einmal dasselbe. Natürlich kann man jedem Kopierschutz umgehen, aber als ehrlicher Käufer noch so einen Aufwand für unbeschwerten Hörgenuss zu treiben und am Ende doch nur höchstens „halblegal“ dabei zu sein ist auch unbefriedigend.

Ein weiterer Punkt: Die bessere Tonqualität der angebotenen Musikvideos im iTunes Store empfinde ich als überfällig. Ein mal und (jetzt ohnehin nie wieder) machte ich den Fehler, ein Video, das „Plus“ war, zu kaufen. Die Bildqualität war gut, doch der Ton war nur mit 128 kBit/s codiert und darüber hinaus nicht befriedigend. Ich bin garantiert nicht audiophil und bilde mir nicht ein, den Unterschied zwischen 128 und 192 kBit/s immer zu hören. Doch ein Musikvideo mit solch schlechter Soundqualität überhaupt zu verbreiten ist unsinnig. Soll dazu noch die Mp3 bzw. AAC gekauft werden und parallel mit dem stummgeschalteten Video mit WinAMp angehört werden? 😉 Eher nicht. Dies nur als Aspekt zum Thema Onlinemusik und Kopierschutz, den ich so noch nicht beschrieben gefunden habe.

Artikel zum Thema auf FAZ.net, ComputerBase und Spiegel Online.

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Eine Antwort to “DRM ade!”

  1. Akustische Vergewaltigung « Blogtsssssss.. Says:

    […] aber wie schon erwähnt: Besser garnicht, als grottig. Mit dem nach und nach erfolgenden Abschied von DRM bieten Online-Musikgeschäfte zudem endlich faire Konditionen, das sollte man auch beachten. Amazon […]

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