„Kein“ Rachefeldzug

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Die SPD in Hessen, ein echtes Trauerspiel. Mit einem Rücktritt Ypsilantis und ohne Ausschlussverfahren gegen Mitglieder, die von Grundrechten Gebrauch machen, hätte man ganz in Ruhe Thorsten seine Chancen ausloten lassen können. Das wäre eventuell noch lustig geworden.
Doch: Weit gefehlt! Die innerparteiliche Demokratie mit Füßen tretend und obendrein unglaublich ignorant wird da „kein Rachefeldzug“ geführt. Die Ausschlussverfahren sind von Ortsvereinen beantragt und ergebnisoffen? Hat Herr Schäfer-Gümbel da auch mit seiner Gönnerin geredet? Schließlich sind drei der vier aufrechten SPD-Mitglieder in Hessen vorsorglich schonmal von Fraktionssitzungen ausgeschlossen worden und werden an einer erneuten Kandidatur gehindert. Nummer vier hat einfach keine Lust mehr auf Anfeindungen. Jede Meinung kann weiterhin geäußert werden, dann muss nur eben auch mit jeder (un)denkbaren Konsequenz gerechnet werden. Daumen hoch!

Mit Ausschlussverfahren um sich zu werfen halte ich nicht für sinnvoll. Hier verstehe ich Herrn Hans-Martin Seipp nicht ganz, auch wenn er momentan mein fünftliebster SPD-Politiker in Hessen ist. Denn: „Intrigant“, „Bestechlich“, „Wankelmütig“, wurde das Verhalten der Vier bewertet. Seipps Äußerungen
verdeutlichen, wie eingewickelt von dem (anscheinend) großen Y oder einfach ignorant diese Äußerungen getätigt wurden. Endlich sagt auch ein bis dato unbeteiligtes hesisches SPD-Mitglied, was wirklich Sache ist bzw. war!

Es bleiben die definitiv und überaus berechtigten Forderungen nach dem Rücktritt Frau Ypsilantis. Es müssen Konsequenzen aus dem Desaster gezogen werden, die anders aussehen als innerparteiliche Feinde nach allen Regeln der Kunst zu demontieren. Ein „Spitzenkandidat“ ohne Ämter, Erfahrung und Persönlichkeit neben einer gescheiterten, eine „aktive Rolle“ im Wahlkampf spielenden, an der Macht festhaltenden Parteichefin und Fraktionsvorsitzenden… viel Spaß bei der Wahl 🙂
Die Nutznießer werden die verbleibenden demokratischen Parteien sein, was das einzig positive an dieser Geschichte ist. Aber wer weiß, Y oder „TSG“ (Das Kürzel kann sich nur irgendein PR-Mastermind ausgedacht haben, reimt sich sogar auf „SPD“) haben vielleicht ja noch mehr Lach- und unsachliche Geschichten auf Lager. Seien wir gespannt.

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